Kasperl rettet den König

Kasperl rettet den König, die Puppentheater-Geschichte, die sich Radio-Moderator Stephan Mikat selbst ausgedacht hat, ist natürlich für Kinder gestrickt und muss leicht verständlich sein. Dabei spricht der Chiemsee Kasperl in seinem Kinderprogramm selbstverständlich auch wieder bairisch.

Kasperl-rettet-den-König
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In „Kasperl rettet den König“ plant der König ein großes Fest in Kasperlland. Der Räuber möchte das Fest verderben, aber ein Kasperltheater braucht natürlich ein „Happy end“, das Stück heißt ja schließlich Kasperl rettet den König.

Der König möchte jedem braven Bürger ein Geschenk überreichen.  Das ärgert den Räuber Benediktus Krapfenklau, der angesichts seines Sündenregisters natürlich leer ausgehen wird.

Die Geschenke werden im Schloss des Königs gelagert, da passiert aber ein Malheur und alle Geschenke werden vom Räuber gestohlen. Der König ist fassungslos und möchte wegen der Blamage sein Fest, aber auch alle Feiertage und sogar Geburtstagsfeiern absagen. Doch soweit kommt es nicht…

Selbstverständlich darf bei einem Kasperltheater das „Happy End“ nicht fehlen und die Geschichte heißt ja auch schließlich Kasperl rettet den König. Sie ist absolut gewaltfrei und somit auch für kleine Kinder ab 3 Jahren geeignet.

In die lange Tradition des Kasperltheaters ordnet sich die Puppenspielerfamilie Mikat nicht als klassisches, professionelles Tourneetheater sein, sondern als kleiner Familienbetrieb, der die Freude am bairischen Kasperl mit anderen teilen möchte.

Das Team vom Chiemsee-Kasperl besteht aus Oberkasperl Stephan, Partnerin Kathy und der kleinen Denise (9 Jahre). Jeder im Team hat seine eigene Aufgabe. Stephan Mikat ist der bairische Kasperl. Er schreibt alle Stücke selbst und organisiert die Auftritte seiner kleinen Puppenspieler-Familie. Kathy ist die Künstlerin. Sie malt die Kulissen, kümmert sich um die Grafik und sorgt für die musikalischen Einlagen. Denise (9 Jahre) ist in ihren jungen Jahren Ratgeberin (schließlich ist sie seit 9 Jahren gelernte Puppenspielerin) und übernimmt abwechselnd kleine Rollen im Kasperltheater, sitzt aber auch liebend gerne im Zuschauerraum und gibt Tipps aus Sicht der Zielgruppe.

Dabei kommen zu den Chiemsee-Kasperl-Aufführungen nicht nur Kinder. Mehr als die Hälfte der Besucher sind Erwachsene. „Teilweise kommen drei Generationen in einer Familie zu unseren Vorstellungen“ meint Stephan Mikat.

Ihm ist wichtig, dass die Aufführungen authentisch sind und in die Region passen. „Bei uns spricht der Kasperl bairisch. Schließlich wohne ich im Chiemgau und bin dort aufgewachsen und spreche auch so, wie mir der Schnabel gewachsen ist“, meint der frühere Radio-Moderator, der natürlich stimmlich von seiner jahrelangen Mikrofonerfahrung profitiert.

Das ganze Jahr über ist der bairische Kasperl in Kindergärten und Schulen gefragt. Hier merkt Stephan Mikat auch ein Umdenken des Personals in den Kindergärten und Schulen. Während früher wenige Tourneetheater quer durch die Republik gezogen sind und der Kasperl ruhig auch mal sächsisch sprechen durfte, wird jetzt wieder mehr Wert auf den Dialekt gelegt. Und da gibt es eben nicht viele Kasperlbühnen, die wirklich bairische Geschichten spielen können.

Alle Termine der Bayrischen Kasperltour gibt es im Internet unter www.chiemsee-kasperl.de. Hier gibt es neu auch einen Ticketshop, bei dem die Karten für die Kasperlvorstellungen online bestellt und sofort ausgedruckt werden können.

Bei den Chiemsee-Kasperl-Aufführungen sind die ersten Reihen immer für Kinder reserviert. Besonders gefragt sind die Teppichfliesen, bei denen die Kleinen am Boden sitzen dürfen. Aber auch für Erwachsene mit Kindern, die noch nicht alleine sitzen möchten, gibt es besonders reservierte Plätze.